Energie · für Privat
PV-Überschussladen mit Loxone: So bleibt Ihr Sonnenstrom im Haus
PV-Anlage, Speicher, Wallbox und Wärmepumpe intelligent koordinieren: Wie Energiemanagement mit Loxone den Eigenverbrauch erhöht und Lastspitzen vermeidet.
Rico Schoch7 Min. Lesezeit
Die PV-Anlage produziert mittags mehr, als das Haus verbraucht – und der Überschuss geht für wenige Cent ins Netz. Abends wird das E-Auto dann mit teurem Netzstrom geladen. Das ist das häufigste Energie-Paradox, das wir in Häusern sehen.
Das Problem: Jedes Gerät denkt für sich
Wechselrichter, Speicher, Wallbox und Wärmepumpe bringen jeweils eine eigene App und eigene Logik mit. Keines weiß, was die anderen gerade tun. Ein Energiemanagement ist der Dirigent, der sie koordiniert.
Was ein Loxone-Energiemanagement macht
- Überschuss erkennen: Der Miniserver liest Erzeugung und Verbrauch in Echtzeit.
- Prioritäten setzen: Zuerst Haushalt, dann Speicher, dann Auto – oder umgekehrt, ganz wie Sie es wünschen.
- Verbraucher steuern: Wallbox-Ladeleistung, Wärmepumpe, Heizstab oder Poolpumpe folgen dem Überschuss.
- Lastspitzen vermeiden: Laufen Backofen, Wallbox und Wärmepumpe gleichzeitig, wird die Wallbox kurz reduziert.
- Transparenz schaffen: Verbrauch und Eigenverbrauchsquote in der App und im Kundenportal.
Beispiel aus dem Alltag
- 11:30 Uhr: Die Sonne scheint, das Auto lädt mit 3,7 kW reinem Solarstrom.
- 12:15 Uhr: Eine Wolke zieht auf. Die Ladeleistung sinkt automatisch, statt Netzstrom zu ziehen.
- 13:00 Uhr: Das Auto ist voll – der Überschuss geht jetzt in den Warmwasserspeicher.
- 18:30 Uhr: Backofen und Herd laufen, die Wärmepumpe wartet kurz.
Wo Individualprogrammierung den Unterschied macht
Standardbausteine decken viel ab. Spannend wird es bei:
- Dynamischen Stromtarifen: Speicher und Auto gezielt laden, wenn der Börsenstrompreis niedrig ist.
- Prognosen: Wärmepumpe vorziehen, wenn für den Nachmittag viel Sonne erwartet wird.
- Exotischen Geräten: Wechselrichter oder Wallboxen ohne fertige Integration binden wir über eigene Schnittstellen an.
Das Energiemanagement-Modul kostet bei uns pauschal 450 € netto. Mehr dazu auf der Seite Energiemanagement.
Häufige Fragen
Brauche ich einen Batteriespeicher für PV-Überschussladen?
Nein. Überschussladen funktioniert auch ohne Speicher. Mit Speicher legt das Energiemanagement zusätzlich fest, in welcher Reihenfolge Auto, Speicher und Warmwasser geladen werden.
Funktioniert das mit meiner vorhandenen Wallbox?
Viele Wallboxen lassen sich über Modbus, Integrationen oder Schnittstellen ansteuern. Wir prüfen die Kompatibilität vorab und entwickeln bei Bedarf eine eigene Anbindung.